Rand Fishkin über Social Media, Panda und Optimierungsstrategien

In einem interessanten Interview mit Jan Manz von wbpr München steht Rand Fishkin während des Marketing- und Innovation Forum Europe 2012 Rede und Antwort. Im Fokus der Social Media Kampf zwischen Facebook und Google +, das Panda Update und die Gewichtung zwischen Onsite- und Offsite-Optimierung. Gewitzt und sympathisch erläutert der Gründer von SEOmoz.org seine Sicht der aktuellen Begebenheiten innerhalb der SEO-Branche und lässt sich dabei u.a. seine Einschätzung zum Google+ Netzwerk entlocken.

Rand Fishkin hat es nicht nötig durch Schlips und Bügelfalte Eindruck zu schinden, alleine durch seine natürliche und dennoch professionelle Art weiß er zu überzeugen. Jan Manz will von ihm Wissen, wie er die Konkurrenzsituation zwischen Google+ und Facebook am Social Media Markt einschätzt. Rand weist darauf hin, dass es hier zwischen den Intentionen der beiden Plattformen Unterschiede gäbe, die es miteinzubeziehen gilt. Während Facebook an Freunden, Familie und Details des Privatlebens interessiert sei, spielen für Google+ weniger die persönlichen Fotos, als die geteilten Inhalte, Interessen und diskutierten Themen der Personen eine Rolle. Abgesehen davon ließ er am Rande anklingen, dass er nicht an einen Erfolg des Google Netzwerks glaube, schaffe dieses es nicht, sich als Kommunikationsplattform für Marketers zu statuieren. Hier läge der Knackpunkt, der den Kampf um Daten und damit um die beherrschende Marktposition im Bereich Social Media entscheiden könnte.

Beim Thema Panda erläuterte Rand Fishkin, dass gute Rankings mehr denn je von Nutzerverhalten abhängen. Google könne nun präziser ermitteln, was die Nutzer an Websites stört, ob Werbung zu aufdringlich platziert wurde, die Seite ein grässliches Design hat oder der Content erst weit „below the fold“ aufzufinden ist. Die Absprungrate sei ein gewichtiger Indikator, der durch schlechte Kommunikation mit den Nutzern gute Rankings verhindern könne. Sein Fazit aus diesen Entwicklungen ist, dass SEO zukünftig zunehmend mit kommunikativen Aspekten verschmelzen muss, um für Nutzer einen echten Mehrwert zu bieten.

Spam sei weniger über Twitter als für Google eine problematische Baustelle. Anders als bei der Suchmaschine verfüge Twitter über aufmerksame User, die Spam Accounts schnell melden können und so dazu beitragen, dass diese zeitnah vom Administratorenteam gelöscht werden. Bei Google fehle diese Reporting-Kultur nicht zuletzt wegen des Meldebuttons.

Die letzten beiden Fragen des Interviews bezogen sich darauf, welche Rankingfaktoren Rand Fishkin für wichtig halte und welche Tricks er den SEOs verraten könne. Rand macht deutlich, dass es für den Erfolg äußerst wichtig ist, die Statistiken und Daten seiner Seiten genau zu kennen und permanent zu beobachten. Anhand dieser Auswertungen kann gefolgert werden, welcher Content beliebt ist, welche Links Traffic bringen und welche nicht. Auf dieses Wissen können dann funktionierende Strategien aufbauen, die messbare Ergebnisse liefern. Messbar sei an dieser Stelle der Kernaspekt, den es zu beachten gilt. Des Weiteren erklärt Fishkin, dass sich die Frage danach, ob die Onsite oder Offsite Faktoren für eine Seite wichtiger wären, erübrigt. Eine Seite kann weder nur mit dem einen, noch lediglich mit dem anderen zu guten Rankings gelangen. Es ist ein Mix aus beidem, der dazu führe, dass eine Seite wirklich relevant wird. Hinzu käme der Soziale Faktor, der für Google ebenfalls relevante Signale abbildet. So wirken Seiten, die zwar viele Links generieren, dabei aber keinerlei Social Signals echter Accounts erhalten für Google äußerst auffällig und können durch das manipulierte Linkbuilding leicht als Spam überführt werden.

Wer sich das Interview ansehen möchte, findet dieses im wbpr-Blog.

Über Marcus Schoeberichts

Marcus ist Inhaber der Agentur schoebs & friends und bloggt hier im Journal über diverse Themen im Bereich Online Marketing. Marcus bei Google+
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