Tourismusmarketing Bayerischer Wald – Spam-Alarm!

Google kämpft gegen Spam, bastelt nebenbei fleißig an der altbewährten Suche und zerlegt Linknetzwerke. Davon völlig ungerührt, existieren im beschaulichen Bayerischen Wald selbsternannte SEOs, die glauben alle andern wären unterbelichtet und scheren sich einen Teufel um den absehbaren Schaden.

Mit dem Tourismusmarketing, insbesondere im Bereich SEO, beschäftige ich mich bereits seit einigen Jahren recht erfolgreich. Egal ob es sich um „last minute Mallorca“, das „Ferienhaus Toskana“ oder das „Wellnesshotel im Bayerischen Wald“ handelt – hier wird viel Geld verdient, mit harten Bandagen gekämpft und leider teilweise auch zu Methoden gegriffen, die einen nötigen fast vom Glauben abzufallen.

Vor etwa anderthalb Jahren habe ich zu Recherchezwecken die Websites diverser Hotels im Bayerischen Wald analysiert, die versuchen für „Hotel Bayerischer Wald“ zu ranken. Dabei fiel mir auf, dass einige der untersuchten Präsenzen über recht viele Seiten im Index verfügten. Zunächst habe ich mir nicht wirklich etwas dabei gedacht. Die nächste Gemeinsamkeit, die ich feststellte war die Tatsache, dass über die Footerlinks schnell ausfindig gemacht werden konnte, wer die Websites erstellt hat und besagte Hoteliers wohl als Kunden betreut. Die dritte Überstimmung die sich ausmachen lies war, dass all diese Hotels und Gastgeber auf einem Portal gelistet waren, welches sich mit „Bayerischer Wald, Urlaub in Bayern“ und der Vermarktung von „Wellness Hotels, Ferienwohnungen, Ferienhäuser, Bauernhof im Bayerischen Wald“ beschäftigt. Der Betreiber des Portals nutzt also die Websites seiner Kunden, um seine eigenen Seiten zu stärken und um ihnen dann wiederum vermutlich einen Eintrag zu verkaufen – soweit, so gut. Oder sagen wir mal – soweit, so ethisch fragwürdig.

Was dem Fass am Ende den Boden tatsächlich ausschlug, war letztlich die doch recht hohe Anzahl indexierter Seiten, die selbst bei wirklich kleinen Onlineauftritten von Dorfgasthäusern festzustellen war. Deswegen habe ich die SERPs erneut betrachtet… Was ich dabei entdeckt habe, ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten. Auf diversen Hotel-Websites wurde ein gemeinsames Unterverzeichnis angelegt, indem wiederum hunderte Unterseiten mit minderwertigen Inhalten abgelegt wurden.

Im Detail kann man sich das wie folgt vorstellen:
Eine Website, die für „Hotel Bayerischer Wald“ in den Top 10 bei Google gelistet ist, hat 695 Seiten im Index. Sieht man sich den Internetauftritt selbst an, wundert man sich, wo die ganzen Inhalte wohl versteckt sind. Tatsächlich befinden sich 480 der 695 Seiten in einem gemeinsamengeheimen“ Unterverzeichnis. Die Seiten dort sehen komplett anders aus als die normalen Templates der „echten“ Website.

In diesem Unterverzeichnis gibt es eine Hauptseite, die nach folgendem Schema konstruiert wurde:

Index-Seite des versteckten Unterverzeichnisses

Index-Seite des versteckten Unterverzeichnisses

Von dieser Seite aus wird auf alle anderen Unterseiten – eine für jeden Gastgeber aus dem Netzwerk des Betreibers – verlinkt. Diese Unterseiten wurden nach folgendem Muster erstellt:

Unterseite im versteckten Verzeichnis mit Link auf die Konkurrenz

Unterseite im versteckten Verzeichnis mit Link auf die Konkurrenz

Somit verlinkt also Hotel XY im Prinzip auf alle Mitbewerber im Bayerischen Wald!!!
Weil das natürlich mit nur einer Hotelwebsite nicht so richtig funktioniert, der Portalbetreiber selbst viele Links benötigt und “Da ganz vorne mit dabei zu sein, ist für ein Hotel Bayerischer Wald lebenswichtig!” sich von selbst versteht, müssen ein paar Seiten mehr mit ins Boot genommen werden. Klar! Insgesamt sind fast 30% der Seiten, die für „Hotel Bayerischer Wald“ in den Google Top 100 ranken, mit diesem „innovativen“ Unterverzeichnis ausgestattet! Auf 28 Websites, die gut 20.000 Seiten im Index haben, verteilen sich in deren Unterverzeichnissen davon knapp 15.000 auf diesen „Landingpages“.

Schon schlimm genug, aber nicht das Ende … Neben den Websiten der Hoteliers findet man auch einige Internetseiten kleinerer Städte und Gemeinden, in die ebenfalls dieses Unterverzeichnis integriert ist. Immer wieder spannend zu beobachten, zu was manche Menschen bereit sind, wenn es darum geht einen Berufsstand zu diskreditieren oder den Verdacht von Professionalität zu wecken.

Drei Dinge stören mich an dieser Sache extrem:

1. Ich vermute, dass die betroffen Hoteliers nicht wissen, was da mit Ihren Seiten passiert. In vielen Fällen hängen Existenzen von der eigenen Website ab, einige der Gastgeber haben in den letzten Jahren Millionen in die Hotelanalgen und Wellness-Tempel investiert. Bei den meisten Hotels kommt schon heute ein Großteil der Buchungen über das Internet zustande. Fliegt die Website aus dem Index, kann das einen Hotelbetreiber letzten Endes in den Ruin treiben.

2. Google. Hey, was ist los? Warum seid ihr nicht in der Lage, sowas zu erkennen und zu bestrafen? In diesem Fall ist es wirklich nicht sonderlich schwer, die Umstände zu erkennen und entsprechend zu reagieren. Seit weit über einem Jahr sehe ich dem bunten Treiben zu und nichts passiert :-(

3. Jemand der sich selbst SEO nennt und sowas abzieht, ist aus meiner Sicht eine Schande für die gesamte Branche. Mir fehlen die Worte. Ich bin gespannt auf Eure Meinung! Feuer frei auf die Kommentarfelder!

Über Marcus Schoeberichts

Marcus ist Inhaber der Agentur schoebs & friends und bloggt hier im Journal über diverse Themen im Bereich Online Marketing. Marcus bei Google+
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21 Antworten auf Tourismusmarketing Bayerischer Wald – Spam-Alarm!

  1. Stephan sagt:

    Ist mir schon vor längerem aufgefallen, die “Kollegen” ranken ja auch nicht erst seit kurzem mit diesen Seiten. Traurig, dass Tante G das nicht erkennt/erkennen kann!

  2. Vielen Dank für den Artikel. Gerade für spezialisierte Anbieter wie uns ist es sehr ärgerlich, wenn solche schwarzen Schafe den Ruf von Suchmaschinenoptimierung beschädigen.

    Leider liegt es aber auch daran, dass Qualität für die meisten Kunden ohne großes Internet-Know-How kaum messbar ist.

    vielen Grüße aus München, Sebastian Blum

  3. Dan Larkin sagt:

    Das ist ja mal echt an Dreistigkeit kaum zu übertreffen. Kunden fürs eigene Ranking missbrauchen und denen als “Dank” noch Geld dafür abknöpfen. Da arbeitet man hart, ehrlich & solide daran Kunden bekannter zu machen und darf sich nach solchen Geschichten noch anschliessend schämen in der gleichen “Branche” tätig zu sein, kein Wunder das “SEO” keinen astreinen Ruf geniesst … Ich brauch dringend nen neuen Namen …

  4. Hans sagt:

    Ich bin sprachlos. Das ist wirklich an dreistigkeit nicht mehr zu überbieten. Was eine einfache inurl:/common/hotel-ferienwohnung.php so zutage fördert. Einfach nur wahnsinn. Und dann wundern wir SEOs uns, dass unser Berufsstand nicht sonderlich angesehen ist…

  5. Vielen Dank für den Artikel Marcus. Wirklich Schade das immer wieder solche “schwarzen Schafe” von sich reden machen müssen, bzw. unangenehm auffallen. von Unwissenheit kann man wohl kaum noch sprechen wenn man sich die einigermaßen komplexe Struktur anschaut.

  6. Sascha sagt:

    Ich frage mich ja eher, ob keiner der bestehenden Hotelkunden sich wundert, dass da noch 25 andere Hotelseiten zum gleichen Key ähnlich ranken und auch noch alle ähnlich aussehen…
    Im Endeffekt ist das ja fast unmöglich, zig Leuten so eine Webseite + SEO zu verkaufen, denen alle ein ähnliches Design zu verpassen, und die Kunden zahlen dafür auch noch richtig Geld.

    Sascha

  7. Frank sagt:

    Krass!!! Mal schauen wie lange das noch gut geht…

  8. Was Du beschreibst Marcus ist seit Jahren traurige Wahrheit und das Schlimmste dabei, Google schaut verdammt lange nur zu und lässt geschehen.

    Solange Google nichts macht, steht man beim Leihen öfters als Depp da, weil man mit sauberer Arbeit nicht so schnell belohnt wird von G. “Bei den anderen funzt es doch.” Wenn dann der grosse Bäng kommt, ist die gesamte Branche der Übeltäter und man wandert mit in den Topf der Bösewichte.

    Es ist zu hoffen, dass Google es doch noch schaft solche beschrieben Machenschaften auszumerzen. Da gibt es in der letzten Zeit einige hoffnungsvolle Signale für die Zukunft. Da sollte man dann auch kein Mitleid mit den Geschätigten haben. Die bezahlen sicherlich nicht soviel wie jemand für sauberes und anständiges SEO bzw. SEO-Consulting bezahlen muss.

    Marcus Du kennst ja das Sprichwort. Ehrlich währt am längsten, Bleibe dabei und ärgere dich nicht. Die Geschädigten werden dann bei Bedarf nach Alternativen suchen und dann kommen so ehrliche SEO`s wie Ihr von Gipfelstolz drann den Müll zu beseitigen und einen sauberen Job zu machen.

    Ich bewundere Euch immer wieder, bei Eurem Job “Pferde zum Saufen” zu tragen. Ich habe das ja schon 2002 aufgegeben und bin ganz froh darum.

  9. steffen sagt:

    Ich denke du gibst deine antwort selber. Den 2. resultiert aus 1.

    google tut sich meiner Meinung nach noch recht schwer, wenn Sie sehen, dass Kunden SEOs beschäftigen und nicht wissen was gemacht wird. Ich glaube google weiß auch, dass wenn Sie dort eingreifen nicht nur der SEO dumm darsteht, sondern 30 gutgläubige Kunden, das ganze fällt ja nicht nur auf den SEO zurück, sondern auch auf die böse Suchmaschine.
    Was also tun? 30 Kunden bestrafen die wahrscheinlich viel Geld bezahlt haben, aber nicht wissen, was in Ihrem Namen da gemacht wird? Oder die Konkurrenz bestrafen (was momentan passiert) die sauber arbeitet?

  10. Jan sagt:

    Ein ähnliches Vorgehen trifft man ja häufiger an sobald ein SEO-Dienstleister meint, es wäre einfach eine in nur einer Branche seine Dienste anbieten zu müssen. Macht es halt vielviel einfacher und die meisten Kunden merken gar nicht was da gespielt wird.

    Wirklich schade, das die schwarzen Schafe immer noch so erfolgreich sein können…

  11. Nils sagt:

    Das ist schon ein krasses Beispiel von Mißbrauch mit dem Vertrauen der Kunden. Und hoffentlich kommt der große Knall bald und die Kunden rennen denen die Türe ein.

    Wem sie wohl den Platz 1 bei der Tante versprochen haben ?

  12. Matthias sagt:

    Ein recht bekanntes Alpenportal arbeitet mit einer ähnlichen Methode, ebenfalls sehr erfolgreich.

  13. Robert sagt:

    Marcus hat sich lange überlegt hat, das zu schreiben. Respekt insoweit, gut gelungen.
    Aus meiner Sicht sind angesichts solch dauerhafter Misstände die aktuellen Lippenbekenntnisse seitens Google einfach nur lächerlich. Der blindeste “Panda” muss sowas erkennen, da praktisch 95% aller Links sich nur im Netzwerk hin und her verlinken. Von Keyworddiversikation usw. brauchen wir da gar nicht erst anfangen. Letztlich traurig ist natürlich die Tatsache – wie Ulrich schon richtig anmerkt – dass man davor als Berufshypochonder abgetan und nach dem Crash als Szeneunfähiger mitabgestempelt wird. Da haben es die Börsengurus besser. Wer einmal im Monat einen Crash prophezeit und irgendwann richtig geraten hat, ist künftig immer einer, der es kommen sah.
    Liebe Hotels, der Crash kommt. Einfach einen Börsenguru fragen.

  14. think320 sagt:

    Ganz komische Geühlswelt nach diesem Artikel.

    1. Abneigung gegenüber solchen Praktiken und der Tatsache, dass die Hotelbetreiber in der Gegend eigentlich hinters Licht geführt werden. Wenn jemand seine eigenen Afiliiate-Projekte so aufzieht – Ok. Sein Risiko. Aber das ganze noch zu deren Risiko zu machen ist ein wenig unappetitlich.

    2. Bewunderung für die Entwicklung des Systems, das ja irgendwo noch funktioniert. Egal wie hoch das Risiko, irgendwo fliegt es ja noch unter dem Radar. Und sind wir nicht eigentlich alle auf der Suche nach einer Idee, die uns diesen entscheidenden Schritt nach vorne bringt?

    Aber davon ab. Cool, dass du dir die Arbeit gemacht hast, das Netzwerk mal so tief zu beleuchten und sogar noch optisch aufzubereiten.

  15. Hm “Diese Seite ist vorrübergehend nicht erreichbar!” :)

  16. Timo sagt:

    Das ist schon hart. Man sollte die Hotelbetreiber unbedingt darauf aufmerksam machen.

  17. Respekt vor dieser Fleißarbeit. Du hast damit in technischer Hinsicht durchaus recht. Wir hatten vor Jahren über dieses System mal alle unsere Tourismus-Homepages untereinander verlinkt. Das lief auch früher sehr gut und im Prinzip ist das ja nicht so unsinnig. Warum sollte man nicht alle Gastgeber-Homepages untereinander verlinken – jeder empfiehlt jeden?
    Inzwischen sehen wir das wegen des “dünnen ” Contents natürlich auch nicht mehr für sehr sinnvoll an. Ihr unterschätzt aber G etwas, wenn ihr glaubt, die hätten das nicht bemerkt. die Seiten kommen schon längst nicht mehr so gut wie früher. Wir haben deshalb auch das System “links” liegen lassen und auch schon wesentlich abgespeckt. so “minderwertig” war der Content übrigens auch wieder nicht, da er ja zumindest die aktuellen Pauschalangebote der Häuser enthielt.
    Deine durchaus berechtigte Kritik, die ich in techn. Hinsicht teile, haben wir nun zum Anlaß genommen, das System endgültig zu beseitigen. Es könnte ja sein, daß G doch noch heftiger gegen sowas vorgeht. Bisher hat das system aber unseren Kunden keineswegs geschadet. Ganz im Gegenteil.
    Wenn du aber daraus nun eine “Räuberpistole” machst, so liegst du das komplett falsch. Wir nutzten damit zu keiner Zeit unsere “unwissenden” Kunden aus, sondern hatten ihr Ranking nachweislich deutlich verbessert. Unsere Kunden wurden darüber informiert und haben das auch immer akzeptiert. Wir hatten dieses System auch zu keiner Zeit “verkauft” oder als SEO-Dienstleistung gegen Gebühr angeboten. Die gegenseitige Verlinkung war immer eine kostenlose Zusatzleistung. Unsere homepagekunden zahlen übrigens auch nicht für den Eintrag in unsere Portale. Auch da liegst du falsch. Von uns erstellte Homepages werden grundsätzlich kostenlos eingetragen, so daß deine Schlußfolgerung “wir würden unsere Kundenseiten zur Rankingverbesseruhng der Portale benutzen und kassieren die Kunden dann für Portaleinträge ab” klar widerlegt ist.
    Du solltest diese ehrenrührige und beleidigende Falschbehauptung auch ehrlicherweise zurücknehmen! auch deine Kollegen schießen mit ihren Kommentaren in dieser Hinsicht auf das falsche Tor.
    wir haben übrigens auch schon mehrfach mit sog. professionellen SEO-Firmen zusammengearbeitet. Leider bislang ohne Erfolg. Kein einziger hat das gehalten, was seine Versprechnungen behauptet hatten. Wir empfehlen deshalb inzwischen keine SEO-Firmen mehr. Da sollte man sein Geld besser in SEM investieren.
    Solltest du auf diesem gebiet nachweisbare und nachvollziehbare Konzepte und Erfolge vorweisen können, lade ich dich gerne mal zu einem Gespräch in unserem Hause ein. Ich wäre froh qualifizierte SEO-Dienstleistungen unseren Kunden (immerhin über 1.000) anzubieten.
    Wir selbst machen SEO nur in einem begrenztem Umfang, da wir die personellen Kapazitäten nicht haben. Dabei arbeiten wir aber absolut googlekonform! Das von dir zu recht kritisierte System gehört da nicht dazu. wir haben aber sehr viele gute und erfolgreiche Tools entwickelt, die auch funktionieren, wie du sicher in G gesehen hast. Unser gutes Ranking sowohl unserer Portale, als auch unserer Kundenseiten hängt definitiv nicht von dem von dir kritisierten System ab. G hat inzwischen da durchaus dazugelernt. Früher waren bei manchen Suchbegriffen 10 Ergebnisse darüber auf Seite 1. Heute so gut wie keines mehr.

  18. Coole Story, muss man sagen und perfekt recherchiert!

  19. Maik sagt:

    Schön das sich der bertoffene selbst hier auch meldet. Das zeigt schonmal von Anstand und ich glaub auch das er in den nächsten Tagen die eine oder andere Mail von einen SEO bekommen wird :) .

    Aber immer schön zu sehen das ein gut recherchierte Artikel zu einer Disskusion anregt.

    MFG
    Maik

  20. Servus und guten Morgen,

    seit Jahren verfolge auch ich dieses Thema und kann nur den gut gemeinten Rat Ulrich Roths untermauern: Ärgert Euch nicht.

    Auch wenn sich eine der betreffenden Personen hier persönlich zu Wort gemeldet und einige Sachverhalte versucht hat zu erklären, ist – denke ich – der Schaden für die Homepagebetreiber auf “long distance” angerichtet. Vor allem was das urheberrechtlich fragwürdige Verwenden von nicht lizensiertem Kartenmaterial bei Wegbeschreibungen angeht. Eine Lösung für all das: Der rechtzeitige Wechsel zu einem vertrauensvollen Anbieter.

    Meiner Meinung nach können wir nur Eines tun: es besser machen und uns nicht auf ein hybride Arbeitsweise einlassen.

    Und sollte mit “verkauften” und “unwissenden” Kunden auch nur gemeint sein, dass durch oft völlig erfolglose Marketingprojekte dieser Portale viele Kunden zusätzlich jährlich im dreistelligen €-Bereich zur Kasse gebeten werden, müssen wir uns fragen: wie können wir es besser machen und wie können wir diese Kunden für uns gewinnen.

    Wie sagte Lenin: Die Unwissenheit kommt der Wahrheit näher als das Vorurteil.

    Wir sehen uns am OOMT,
    liebe Grüße, Issi

  21. Andi sagt:

    Hallo zusammen, ich beobachte die Ganze Situation in Bezug auf den Tourismus im Bayerischen Wald schon seit etwa 10 Jahren.

    Zunächst möchte ich mal sagen, dass es abgesehen von einem mächtigen, etwa einjährigem Crash des Systems – ich glaube im Jahre 2006 oder so seither die Positionen – mit absteigender Tendenz – hält. Soweit ich noch weiß, gab es damals eine größere Problematik mit Redirects in Bezug auf die Einführung eines weiteren Portals.

    Aus der Sicht eines großen Hotels, welches im System vernetzt ist gestaltet sich ein ggf. erneuter Crash durchaus sehr problematisch, da vermutlich kein “Plan B” vorliegen wird. Aus Sicht eines kleinen Vermieters allerdings welcher kaum Mittel zur Vermarktung zur Verfügung hat, ist das Ganze ja durchaus interessant und auch mit eher wenig Risiko verbunden, da ohne dieses Netzwerk vermutlich wenig Chancen bestehen an nennenswerte und günstige Anfragen zu kommen.

    Die Firma war ja seit Beginn der Internetvermarktung ständig mit dabei und hat für die Region – vor allem in den Anfangsjahren – unheimlich viel bewegt. In Summe ist das System rein aus geschäftlicher Sicht ein reiner Erfolg, da es alle Inserenten und Kunden, ob klein oder groß natlos irgendwann zur Reinvestition überleitet. Es ist ja irgendwo verständlich, dass hier nach dem Motto “never change a running system” verfahren wird.

    Wie man sieht reagiert g* manchmal eben nicht auf gewisse Anzeichen welche ganz sicher noch nicht einmal von einem Quality-Rater sondern bereits von den Bots erkannt wurden.

    Dass dieses System sehr vielen Richtlinien von google widerspricht wird wohl keiner anzweifeln. Und dass bei diesen doch sehr respektablen Positionen und den damit verbundenen Zugriffszahlen mehr als nur ein Quality-Rater mal drüber geschaut hat steht wohl auch ausser Frage.

    Das Netzwerk selbst wird meines Erachtens – wie es dies ja bereits seit vielen Jahren beweist – nicht einfach so aus den Serps verschwinden sondern vielmehr glaube ich, dass der verteilte Content in Schwerpunkten Stück für Stück auf die verschiedenen Domains verteilt wird und somit halt dann nur noch einige Domains ranken was ja bereits zu beobachten ist.

    Solange kein “besserer” Content vorhanden ist, was ja im Tourismus in der Region durchaus meist der Fall ist, werden diese wenigen Domains nach wie vor gut ranken.

    Meine Schlussfolgerung liegt darin, einfach besseren/informativeren Content zur Verfügung zu stellen um vor den genannten Domains zu ranken. Da Herr Putz ja ebenfalls hier geantwortet hat und den Sachverhalt ja bestens kennt, würde es mich allerdings nicht wirklich wundern, wenn an dem Thema Content bereits gearbeitet wird.

    Für mich bleibt zu sagen: Konkurrenz belebt das Geschäft!
    Für uns alle anderen heißt es eben besser zu sein – auch wenn es einen “ungerechten/zweifelhaften” Anstrich hat.

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