(Über)regionales Onlinemarketing – Passau oh je

Die offizielle Website der Stadt www.passau.de alleine sei nicht genug, Newsletter „altmodisch“ und Facebook soll der Schlüssel zum Online Erfolg sein. Der Passauer Stadtrat Andreas Dittlmann richtete am 31. Januar 2012 einen Brief an Oberbürgermeister Jürgen Dupper mit dem Gesuch, der Stadt Passau offiziell auch über Facebook ein Gesicht zu verleihen. Bislang gibt es nämlich noch keine entsprechende Seite der Stadt, wobei hier durchaus Potentiale verborgen lägen. Herr Dittlmann verwies dabei auf die Facebook-Fanpage „I love Passau“, die momentan etwa 9.400 Facebook-Nutzern gefällt.

Generell ist der Ausbau des Passauer Online Marketings zu befürworten. Allerdings muss hier klar differenziert werden. Pauschal zu sagen, Facebook sei der moderne Newsletter oder der Generalschlüssel zum Online Erfolg ist schlichtweg zu oberflächlich. Online Marketingmaßnahmen können zwar durchaus über soziale Netzwerke zielgerichtet umgesetzt werden, dies muss aber nicht zwangsläufig sinnvoll und damit erfolgreich sein. Ganz zu schweigen davon, dass E-Mail-Marketing mittels Newsletter – immer noch – ein wertvolles Marketinginstrument darstellt. Und überhaupt liegt hier im Grunde weit mehr im Argen, als auf den ersten Blick ersichtlich wird.

Für eine Stadt wie Passau ist ein Facebookauftritt generell durchaus denkbar und sinnvoll, diese Frage stellt sich kaum. Dennoch sollte Facebook eher eine Zusatzrolle neben grundsätzlichem und funktionierendem Online Marketing zukommen. Das Netzwerk kann dann ein Verstärker der Gesamtstrategie sein. Fakt ist aber, dass generell ohne klare Struktur durch Definition der Ziele und Zielgruppen kein vernünftiger Ansatz für Online Marketing entstehen kann. Online Marketing ist kein Selbstläufer – auch nicht bei Facebook.

Die Dreiflüssestadt ist an Facettenreichtum kaum zu überbieten. Das stellt hier die Herausforderung dar. Kulturell und historisch bietet Passau vielen Touristen ein interessantes Ausflugsziel, die jungen Passauer und viele zugezogene Studenten verleihen der Stadt ihre Lebendigkeit, während die älteren Einheimischen Passau für die einmalige Lage und die unmittelbare Nähe zum Bayerischen Wald und damit der Natur schätzen. Dieses breitgefächerte und durchaus unterschiedliche Publikum sollte im Optimalfall in seiner Ganzheit durch eine Facebook-Fanpage angesprochen werden. Dazu braucht es aber ein ganzheitliches Konzept, das Passau als Universitätsstadt, Tourismusziel und Heimat gleichermaßen präsentiert. Das sollte bereits auf der Website angestrebt werden.

Wer keine klare Linie verfolgt, landet überall, nur nicht am Ziel

Was generell fehlt ist eine klare Linie und frischer Wind im Passauer Marketing. Leider muss das derart unverblümt festgestellt werden. Zwar wurde die Website vor nicht allzu langer Zeit einem Relaunch unterzogen, von einem modernen Design und übersichtlicher Aufbereitung ist jedoch auch die überarbeitete Form weit entfernt. Das liegt nicht zuletzt an einer wenig ansehnlichen Aufmachung und der unübersichtlichen Kategorisierung der Unterseiten, die sich stark an die Aufteilung der Verantwortungsbereiche innerhalb der städtischen Organisation erinnert. Das erschließt sich den Nutzern einer Website aber im Normalfall eher nicht.

Ein Beispiel dazu: Wer könnte vermuten, dass unter der Kategorie „Wirtschaft, Marketing, Arbeit“ Informationen zu „350 Jahre Barockstadt Passau“ zu finden sind, nicht aber unter dem Punkt „Tourismus“? Wären doch Informationen zu diesem großen – ja sogar größten – Jahresereignis sicher auch für Touristen interessant. Auf den Unterseiten für „Tourismus Informationen“ findet sich dagegen allerdings davon rein gar nichts.

Für das Jahresevent wurde dafür eigens eine Website eingerichtet, wogegen erst mal auch nichts einzuwenden ist. Ansehnlich, modern und übersichtlich erscheint die Seite www.barockstadt-passau.de. Dafür gibt’s ein Plus, das aber sofort wieder durch die Tatsache zunichte gemacht wird, dass hier ebenfalls keine Konsequente Vernetzung mit bestehenden und neuen Kanälen umgesetzt wurde. Auch hier fehlt die Verbindung zu Social Media und die sinnvolle Vermarktung auf der Stadt-Website erneut völlig. Das Potential, dass sich die Informationen über interessierte User verbreiten bleibt dadurch komplett ungenutzt. Hofft man etwa darauf, dass die User das selbst in die Hand nehmen? Sehr schade, könnte gerade so ein Event viel Aufmerksamkeit auf die eigenen Webseiten lenken und auch für eine etwaige Facebook-Präsenz viele neue Fans generieren.

Ein weiterer Erfolgsfaktor ist, dass Passau mit einer bundesweiten Vorreiterrolle Live-Streams der politischen Sitzungen anbietet. Dieser hohe Innovationsgrad und diese technische Offenheit sind ein Ass im Online Marketing Ärmel. Dieses wird aber noch nicht ausreichend ausgespielt, sollte es aber unbedingt. Viel zu zurückhaltend wird damit geworben und auch über die offizielle Website findet man nur mühsam und nach längerem Suchen zum Veranstaltungsstream. In diesem Fall könnte der Ausbau einer Facebook-Fanseite mit einer Applikation zum Live-Stream zu mehr Nutzerfreundlichkeit verhelfen. Zumindest sollte das erst mal auch auf der Homepage www.passau.de sofort ins Auge fallen und dem Nutzer zeigen, wie modern und netzaffin Passau tatsächlich ist. Die Lösung für alle Online-Handbremsen wird das für Passau aber noch nicht sein.

Ein professionelles und vor allem konsequentes Online Marketing ist Pflicht – Facebook ist die Kür

Interesse an einem städtischen Social Media Auftritt besteht, das lassen über 9.400 Fans der inoffiziellen Passau Fanpage erkennen. Andere Städte wie Regensburg (ca. 1.200 Fans) oder Landshut (ca. 5.700 Fans) nutzen längst eine Facebook-Fanpage, um nach außen zu kommunizieren. Auch die Passauer Neue Presse (ca. 7.900 Fans) macht vor, wie Online Marketing funktionieren kann. Die PNP vertreibt Informationen auf zahlreichen Kanälen, jeweils zugeschnitten für die entsprechende Zielgruppe und trifft damit den Zahn der Zeit. Facebook kommt im Marketing-Mix des Zeitungsunternehmens eine sehr interaktive zusätzliche Rolle zu. Das Hauptaugenmerk liegt weiterhin auf der Website www.pnp.de und innerhalb der Print- und Onlineausgaben des Zeitungsverlags. In den Facebook-Posts werden die Nutzer aktiv angesprochen und dazu angeregt ihre Meinung zu einzelnen Themen und Artikeln kund zu tun. Diese Art der Nutzer-Einbindung wäre auch für die Stadt Passau denkbar, indem für politische Entscheidungen oder Ähnliches die Community zu Wort gebeten wird. So erhält man nicht nur eine lebendige Fanpage, sondern auch gleichzeitig Feedback, wodurch den Nutzern das Gefühl gegeben werden kann, Mitspracherecht zu besitzen.

Facebook kann also ein optimaler Kanal sein, um brandneue oder höchst relevante Informationen an einen großen Nutzerkreis weiterzuleiten und mit diesem zu kommunizieren. Man muss nur wissen, wie. Hierzu bedarf es Know-how, Zeit und eine klare Online Marketingstrategie. Eine Aufgabe dieser Größenordnung bewältigt man nicht eben nebenbei. Ratsam wäre es, diese Angelegenheiten in Expertenhände zu geben, die eigens mit dem städtischen Online Marketing betraut würden. Wie bereits in mehreren Debatten innerhalb des letzten Jahres zu lesen war, ist sich die Stadt uneinig, ob die Stelle eines Marketing Experten gesondert vergeben werden soll. Aktuell fallen die Aufgaben des Stadtmarketings unter die Verantwortlichkeit des Referats 6, das sich nebenbei auch um Wirtschaftsförderung, Arbeit und Qualifizierung und Förderangelegenheiten kümmern muss. Dabei stellt die Stadt Passau hohe Ansprüche an das Stadtmarketing, wie im September detailliert bekannt gegeben wurde (siehe dazu: http://www.lokalnews.de/passau/stadt-passau/wirtschaft/1980.marketing-bei-der-stadt-ein-jobprofil.html.) Dass diese Anforderungen parallel zu anderen anspruchsvollen Aufgaben nicht zu 100 Prozent erfüllt werden können, liegt dabei auf der Hand. Augenscheinlich könnten also noch viel mehr Potentiale eröffnet und effektiv ausgeschöpft werden, gäbe es eine zentrale verantwortliche Institution, die sich explizit auf das Marketing der Stadt konzentriert. Der Aufwand und der Nutzen für Online Marketing könnte auf diese Weise strukturiert und optimiert werden. Für die attraktive Dreiflüssestadt dürfte es ein Leichtes sein, adäquate Experten für dieses Amt ausfindig zu machen.

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Social Media Marketing für alle

Mittlerweile gehört es zum guten Online-Ton als Unternehmen in den großen sozialen Netzwerken vertreten zu sein – es wird sogar erwartet. Wer nicht bei Facebook, Twitter und Google-+ ist, nimmt quasi nicht am sozialen Leben teil. Aber ist Social Media wirklich das Allheilmittel im Internet? Und wenn es denn so simpel ist, wieso entsteht so ein Wirbel darum, wie man es richtig macht?

Weil man eben nicht einfach mal einen Account anlegen kann, der auf wundersame Weise zum Selbstläufer wird. Social Media Marketing erfordert wie alle anderen Strategien ein durchdachtes Konzept und permanentes Monitoring. Vor allem muss die Nutzung einer weiteren Plattform Sinn ergeben, schließlich werden Zeit und Geld investiert. Wer also über soziale Kanäle arbeiten will, der muss das im Vorfeld planen und vor allem konkrete Ziele formulieren. Nur dabei zu sein, ist noch längst nicht alles.

Nutzen Unternehmen Social Media Marketing konsequent?

Studien des Bundesverband Digitale Wirtschaft e.V. ergaben, dass schon rund 80,1 % von 185 befragten deutschen Unternehmen ein Profil in sozialen Netzwerken angelegt haben. Microbloggingdienste wie Twitter sind mit etwa 61,8 % aktiven Unternehmen ebenfalls hoch im Kurs. Die große Mehrheit geht davon aus, dass Social Media für das Unternehmen in Zukunft noch wichtiger werden wird und entsprechende Budgets dafür steigen werden. Dabei geben allerdings 58 % an, ohne professionelles Management zu verfahren und völlig auf intuitive Eigenregie zu setzen. Besonders interessant ist die Tatsache, dass 72,8 % der Unternehmen keine negativen Erfahrungen gemacht hätten und 61,1 % davon überzeugt seien, dass sich die sozialen Aktivitäten gelohnt haben. Gleichzeitig überprüft über die Hälfte (53 %) aber eigentlich überhaupt nicht, welche effektiven Veränderungen eine soziale Kampagne hat. Wie passt das zusammen? Natürlich können keine negativen Effekte bemerkt werden, wenn keine Auswertung erfolgt, aber woher kommen die positiven Erfahrungen?

Diese Zahlen verdeutlichen das aktuelle Problem. Social Media Marketing liegt in aller Munde und führt dazu, dass jedes halbwegs nicht kleine Unternehmen Accounts bei sozialen Plattformen anlegt, ohne Know-How und ohne sich vorher überlegt zu haben, welche Ziele dadurch verfolgt werden sollen. Ein weiterer Knackpunkt ist das Monitoring, das notwendig ist, um Effekte festzustellen, auf die konsequenterweise reagiert werden muss.

Social Media Marketing – aber richtig

Die Kombination aus Unwissenheit und Inkonsequenz erstickt jeden Versuch erfolgreich im Sozialen Sektor Fuß zu fassen im Keim. Bereits im Vorfeld muss deshalb eine intensive Planung der Social Media Strategie erfolgen. Als Leitfaden dienen die klassischen ‚W-Fragen’:

  • Was? Welche Ziele sollen verfolgt werden?
  • Wer? Wer soll durch die sozialen Aktivitäten angesprochen werden?
  • Wo und Warum? Welche Plattform eignet sich dazu und weshalb?
  • Wie? Welche Kampagnen sollen gewünschte Ziele erreichen?
  • Wann? Keine Frage: kontinuierlich!
  • Welche Folgen? Welche Effekte können mittels Monitoring festgestellt werden?

Eine Social Media Strategie muss sich auf ein stimmiges Konzept stützen, das ähnlich wie bei einem Bericht alle wichtigen Fragen abdeckt. Kann eine Frage nicht konkret beantwortete werden, droht das ganze Konzept einzubrechen. Wer nicht weiß, welches Ziel erreicht werden soll, kann nicht bestimmen welche Zielgruppe angesprochen wird. Fehlen die Informationen über die Zielgruppe und das Ziel, kann nicht entschieden werden welche Plattform, wie genutzt werden soll, und so weiter.

Ohne Ziele kein Erfolg

Ohne Ziele kann man also nichts erreichen. Wer seine Strategie nicht explizit auf konkrete Ziele ausrichtet, kann im Endeffekt nicht sagen, ob überhaupt etwas verändert wurde. Das Ziel bildet die Grundlage für eine Social Media Strategie. Es gibt verschiedenste Intensionen Facebook, Twitter und Co. zu nutzen. Das häufigste Ziel laut BVDW ist die Steigerung der Markenbekanntheit (85,0 %), dicht gefolgt von der Verbesserung des Unternehmensimages (81,5 %) und der Erweiterung der Zielgruppe (72,4). Die bloße Anzahl der Fans oder Follower sagt effektiv aber noch nichts über den Erfolg oder Misserfolg der Strategie aus, auch wenn eine andere Studie von Ibi Research belegt, dass sich 65 % der Onlineshop-Betreiber auf diese Kennzahl verlässt. Unternehmen müssen ihre sozialen Maßnahmen ganzheitlich verfolgen und messen, um Auskunft darüber zu erhalten, was eine Maßnahme nützt oder woran noch gefeilt werden muss.

Ohne Monitoring keine Erfolgskontrolle

Mit entsprechenden professionellen Tools können zahlreiche Kennzahlen rundum ein soziales Profil ermittelt werden, die auf umfassenden Daten beruhen. Dadurch ist weitaus mehr messbar, als die bloße Anzahl der Follower und Fans. Viel wichtiger ist hierbei herauszufiltern, wie viele Nutzer täglich tatsächlich aktiv das Profil besuchen, was immerhin 37 % der von Ibi Research befragten Webshop-Betreiber prüfen. Dennoch sollten umfangreiche Monitoring Maßnahmen zum alltäglichen Programm gehören, um erfolgreiches Social Media Marketing zu betreiben. Wie oft werden Beiträge geteilt oder retweetet, wie viele User kommentieren Publikationen oder bewerten diese mit „gefällt mir“ oder „+1“? Besuchen diese Nutzer das Profil erneut, wie lange halten sie sich darauf auf oder lässt sich etwa eine hohe Absprungrate feststellen, der man auf den Grund gehen sollte? Können konkrete Veränderungen des Traffics oder der geteilten Beiträge auf eine bestimmte Maßnahme zurückgeführt werden? All das sind Fragen, die für professionelle Nutzung in das Monitoring miteinfließen sollten. Je genauer die Daten des Social Media Monitorings ausgewertet werden, hier kann auch die Tonalität oder der Bekanntheitsgrad gemessen werden, desto zielgerichteter können Kampagnen ausgerichtet werden. Eine Liste verschiedener Social Media Monitoring Tools gibt es hier.

Social Media Monitoring – Verschmähtes Potential

Viele Unternehmen zeigen Berührungsängste mit der Erfolgsmessung. Das fehlende Vertrauen in die Zuverlässigkeit der Daten scheint hier der Hauptgrund zu sein. Dabei zeigen diese Daten detaillierte Auswirkungen der Bemühungen auf. Wer sich als Ziel gesetzt hat, den Traffic auf seine Website zu steigern, muss letztendlich auch prüfen, ob die Besucher tatsächlich aus den sozialen Aktivitäten resultieren. Alle Bemühungen sich über Social Media zu etablieren bleiben halbherzig, wenn die Auswirkungen davon nicht berücksichtigt werden. Die Investition in professionelles Monitoring, das bei Bedarf auch in Expertenhände abgegeben werden kann, ist in jedem Fall besser angelegt, als Zeit und Geld in inkonsequentes Social Media Marketing zu verschwenden.

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PageRank, Plus und Panda – der große SEO-Jahresrückblick Teil II

Wie bereits angekündigt geht es in Runde II des SEO Jahresrückblicks 2011. Im Fokus nach wie vor Google, das in der zweiten Jahreshälfte alle Register zieht, um seinem Namen als größtes Internetunternehmen weltweit alle Ehre zu machen. Google lässt das Panda Update auch über Deutschland rollen, sicherte sich mit Motorola Mobility dann seinen Logenplatz in der Mobilfunksparte, öffnete das soziale Netzwerk Google Plus für alle, um zum Schluss mit den verstaubten Kamellen aufzuräumen.

Der Google Roundhouse Kick 2011

Wenngleich schon in der ersten Jahreshälfte damit begonnen wurde, uns mit dem +1-Button langsam an die soziale Google-Seite heranzuführen, protzte der „Google-Like-Button“ erst noch wenig mit Aktivität. Allerdings bereitete sich Google damit Schritt für Schritt auf seinen erneuten (und wohl auch letzten) Versuch vor, ein erfolgreiches Social Network auf die Beine zu stellen und platzierte den +1-Button klammheimlich überall im Web. Am 29. Juni 2011 startete Google Plus endlich und wagte das Duell mit Facebook. Zunächst eröffnete Google eine Beta-Version mit begrenzter Verfügbarkeit, die einen Vorgeschmack auf die Facebook-Konkurrenz geben sollte. Schon innerhalb der ersten Wochen wuchs der begrenzte Nutzerkreis (!) auf über 20 Millionen User und lies vermuten, dass Google nun den Aufsprung auf den Social Zug geschafft hatte.

Mit einem eleganten Design und ansprechendem Drag-and-Drop-Prinzip zog Google Plus seine Kreise im Social Web. Im Vergleich zu 600 Millionen Facebook-Usern sollten die Nutzerzahlen noch keine Unruhe auslösen, aber Social Search könnte Facebook den Schweiß auf die Stirn treiben. Ähnlich wie schon in der ersten Runde des Jahresrückblicks für die soziale Suche bei Bing, bezieht nun auch Google vermehrt Daten seiner Dienste (Google Plus mit Kommentaren und +1-Button, Youtube, Places und viele mehr) in die SERPs mit ein. Schon im Jahre 2010 begann Google auf die Daten von Twitter und Facebook zuzugreifen, um die SERPs zu personalisieren, allerdings nur beschränkt. Mittels der erhobenen Daten über das eigene Social Network erhält nun auch Google zukünftig noch mehr umfangreiche Informationen zu Nutzerverhalten und Vorlieben der Community. So werden künftig Seiten, die von Freunden oder besonders vielen Usern mit +1 bewertet, geteilt oder kommentiert wurden prominenter gelistet. Auf diese Weise gelangen möglicherweise Seiten zu Top-Rankings, zu denen sie ohne den Einfluss der sozialen Rankingfaktoren nie gekommen wären.

Werden für die SERPs in den Suchmaschinen zukünftig vermehrt soziale Faktoren ausschlaggebend sein, könnte schon bald jeder Nutzer eine individuelle Ergebnisliste erhalten. Vorausgesetzt, man ist in irgendeinem Dienst von Google oder Bing eingelogged. Das erschwert natürlich die Arbeit von SEO ungemein. Wer im Internet aber wahrgenommen werden will, ist letztendlich dazu gezwungen gebotene Kanäle zu nutzen und die Nutzer auf diese Weise via Twitter, Facebook und Google+ zu binden.

Google+ für alle

Am 20.September war es dann soweit: Google Plus öffnet seine Pforten für alle Nutzer, die einen eigenes Plus-Profil anlegen möchten und die Nutzerzahlen schnellten wie auch zum Start der Beta Version in die Höhe. Mittlerweile gehören rund 40 Millionen Nutzer der Google Community an. Facebook reagierte auf diese positive Annahme seines ersten ernstzunehmenden Konkurrenten (seit Jahren!) mit einer Vielzahl von Layoutänderungen.

Die „Smart List“ mit einer Übersicht der eigenen Gruppen, Freundeslisten und Favoriten, befindet sich linkerseits der einstigen Pinnwand, die ebenfalls eine neue, aber nicht immer schlüssigen Hierarchisierung der Meldungen aufweist. In der rechten Sidebar befindet sich ab sofort die Happening-Box, die wie eine Art Newsticker fungiert und sekündlich aktualisiert, was Freunde im Augenblick treiben. Außerdem befindet sich darunter die Anzeige einiger Freunde; Nach welchen Kriterien hier sortiert wird, bleibt ein Facebook-Geheimnis.

Ähnlich den Kreisen auf Google+ lassen sich nun auch die Facebook-Freunde in verschiedene Listen ordnen. Auf die von Marc Zuckerberg angekündigte Timeline müssen wir aktuell noch warten. Dennoch sind viele User bereits von den durchgesetzten Änderungen überrollt, genervt und überfordert und bekunden ihren Ärger. Facebook, das in den vergangenen Monaten bereits mit Performance-Schwierigkeiten immer wieder negative Kritik einstecken musste, hat sich wohl auch mit diesen massiven Neuerungen keinen Gefallen getan. Es machte eher den Anschein, Facebook stehe unter Zugzwang angesichts der Schlag auf Schlag folgenden Erfolge von Google. Zuckerberg und Co. haben offensichtlich festgestellt, dass selbst Facebook sich auf lange Sicht nicht auf gegenwärtigen Lorbeeren ausruhen darf.

Unternehmensseiten für Google+ freigegeben

Der 8.November zeigte erneut deutlich, wie es um den FB-Konkurrenten Google Plus und den Social Trend bestellt ist. Google eröffnete sein Netzwerk ab sofort auch für Unternehmen und Marken auf den Google Plus Pages – leider mehr gewollt, als gekonnt. Die Mehrzahl der Unternehmen legte lediglich ein weiteres Profil auf einer weiteren Plattform an, ohne dies innovativ zu nutzen. Sie wiederholen schlichtweg, was bereits über Twitter und die Facebook Pinnwand tickerte und das ist schlichtweg langweilig. Die Google Plus Pages inspirierten allerdings auch zu nichts sonderlich innovativem. Was als große Errungenschaft galt, nämlich die Hangouts mit den Unternehmen, erwies sich bislang als undurchdacht – mehr dazu hier.

Das Panda Update – Zuckerbrot und Peitsche

Beflügelt von der positiven Resonanz der Google+ Beta Version setzte Google seinen Rundumschlag fort und rollt am 12 August 2011 das Panda Update auch auf deutschsprachigen Index (http://googlewebmastercentral-de.blogspot.com/2011/08/neuer-algorithmus-fur-hochqualitative.html) aus. Der gefürchtete Panda Rollout betraf rund 6-9% der Anfragen und lag damit deutlich unter dem des vorangegangenen Updates auf englischen Seiten. Hier waren etwa 12% aller Suchanfragen betroffen. Trotzdem war überall von Panda-Verlierern und -Gewinnern die Rede. Unter anderem auch deshalb, da der Panda wählerisch und unberechenbar zuschlug, so dass es sich als äußerst kompliziert erwies tatsächliche Gründe für Strafen auszumachen.

Die Panda Speisekarte

Der Panda wurde/wird als äußerst anspruchsvolles Update gehandelt, so dass vorrangig die „qualitativ hochwertigen Websites“ seinen Geschmack trafen.
Ziel dieses Updates war es wie üblich, die SERPs qualitativ zu verbessern und so traf es viele Contentaggregationen, Artikelverzeichnisse und Personensuchmaschinen. Vordergründlich Seiten, die keinen Mehrwert für User versprachen und qualitativ niedrigen Content besaßen wurden vom Panda erfasst. Einige Seiten wurden bereits vor dem Update als mögliche Panda-Loser gehandelt. Nicht gänzlich unerwartet kam der Absturz in den SERPs, da diese Seitenmuster auch schon bei früheren Updates abgestraft wurden, beispielsweise MayDay 2010. Dennoch wusste das Update auch zu überraschen – wenn auch häufig negativ.

Folgendes gilt es aber festzuhalten: Viele der Gewinner des Updates wurden nicht direkt vom Panda begünstigt, sondern konnten lediglich durch das Abrutschen der Konkurrenz indirekt profitieren.
Wie sich die Verteilung der Gewinner und Verlieren gestaltete, wird in diesem Beitrag im Searchmetrics Blog sehr schön beschrieben.

Das Panda-Nachbeben

Kaum hatten sich Gemüter halbwegs beruhigt schlug der Panda erneut zu. Ohne öffentliche Ankündigung wurden die SERPs am 09.10.2011, 24.10.2011 und in der Nacht zum 14.11.2011 erneut durchgewürfelt. Dabei waren teilweise englischsprachige, teilweise deutschsprachige Seiten betroffen.

Man erhielt stark den Eindruck, dass Google mit dem Panda Update 2.5 im September nicht zufrieden war. Die Visibility-Daten der betroffenen Websites verrieten, dass sich viele Websites im Oktober zu nahezu 100% wieder erholt hatten und teilweise nach den Korrekturen sogar besser davonkamen. Nur wenige mussten auch beim Rollback Federn lassen. Searchmetrics hat auch hierzu eine anschauliche Tabelle erstellt.

Am 14.Oktober bestätigte Matt Cuts auf eine Anfrage via Twitter das vermeintlich kleinere Update:

Doch angesichts des großen Aufschreis in den Foren über die Auswirkungen auf die SERPs und die Visibility einiger Seiten, stellte sich heraus, dass es sich nicht wie auch von Google gedacht um ein minor update handelte. Seoroundtable bestätigte, dass etwa 80% der SEOs bei einer Umfrage der Meinung waren, das Update 3.1 sei nicht unbedeutend gewesen.

Ende November wurde noch einmal nachjustiert. Dieses Mal gab Google das Update über Twitter im Voraus bekannt. Nachdem sich das letzte minor update als ziemlich umfangreich herauskristallisiert hatte, blieb es diesmal bei einem geringen Effekt auf die SERPs.
Dennoch: selbst wenn nur 1% aller Suchanfragen betroffen würden, wäre das eine beachtliche Zahl und Google reagierte in seinem Webmasterblog mit einem Video und einem ausführlichen Artikel.

Mittendrin: Das Google Freshness Update

Während der Panda einfach nicht zum Winterschlaf übergehen will, kündigte Google zwischendurch noch ein weiteres Update an, dass sich bis zu fünf mal stärker auf die deutschsprachigen SERPs auswirken dürfte, als der Panda seit Anfang des Jahres: das Freshness Update:

“Building upon the momentum from Caffeine, today we’re making a significant improvement to our ranking algorithm that impacts roughly 35 percent of searches and better determines when to give you more up-to-date relevant results for these varying degrees of freshness.”

Amit Singhal, Google Fellow


35% aller Suchanfragen, also jede dritte Suche würden vom Freshness Update betroffen. Anmerken muss man allerdings, dass bei den Suchanfragen abgewogen wird, ob eine Selektion nach „Freshness“ angebracht erscheint.

Ziel dieses Updates ist, aufbauend auf Caffeine, besonders aktuelle junge Seiten in den Ergebnissen prominent zu listen, soweit die Anfrage dies erfordert. Seiten sollen schneller indexiert werden, um so brandaktuelle und „frischeste“ Neuigkeiten anzuzeigen.

Das Augenmerk liegt auf folgenden drei Punkten:

  • Aktuelle Themen und Ereignisse, die von großem öffentlichen Interesse sind
  • Regelmäßige wiederkehrende Ereignisse, wie die WM
  • Aktuell Neues, wie Trends, Charts oder Sonderangebote

Hier scheint es sinnvoll und angebracht dem User möglichst aktuelle Seiten prominent zu listen, um immer auf dem neuesten Stand zu sein.

Google bastelte übrigens bereits vergangenes Jahr 516 Mal an seinem Algorithmus, während über 13.000 Änderungen testweise angedacht wurden. Alle relevanten Updates 2011, inklusive der der letzten Jahre gibt es hier in einer tollen Übersicht von SEOmoz noch einmal auf einen Blick.

Damit wären wir auch schon am Ende des Jahresrückblicks angekommen :-) Wie habt Ihr das SEO Jahr 2011 empfunden?
(Gerne beteilige ich mich diesem Artikel beim heutigen Webmaster Friday)

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SEOs, SERPs und Sensationen – der große SEO Jahresrückblick 2011

Das Jahr 2011 begann mit einem sozialen Weltrekord: Innerhalb der ersten vier Sekunden am 01.01.2011 wurden beeindruckende 6939 Neujahresgrüße über Twitter verschickt und läuteten das Jahr 2011 gebührend ein. Auch im weiteren Verlauf sollte 2011 im Zeichen von Social Media stehen. Doch nicht alle können auf den sozialen Zug aufspringen und legten teilweise sensationelle Bruchlandungen hin. Social Media macht sich mittlerweile auch für SEO bemerkbar und führt eine Art sozialen Rankingfaktor ein.

Zu den Gewinnern des Jahres zählen in erster Linie diejenigen, die bei so viel Sozialität den Überblick behielten und den Social Hype für sich nutzen konnten. Nicht verwunderlich gibt es vor Facebook auch in diesem Jahr wieder kein Entkommen. Allerdings nahm auch Google+ Fahrt auf, bei dem Versuch Facebooks Erfolg einzuholen – der Kampf der Giganten begann.
Nicht zuletzt gehen auch alle diejenigen als Gewinner dieses Jahres hervor, die die Gunst der Social Communities für sich gewonnen haben, um ihre Rankings zu pushen.

Der Anfang des Jahres verlief ruhig. Facebook startete seinen Groupon Konkurrenten Deals auch in Deutschland, der schon nach einer nur viermonatigen Testphase wieder abgesetzt wurde. Währenddessen versank Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg zunächst in seiner brisanten Plagiatsaffäre und zuguterletzt nach einer bewegenden Rede im Erdboden. Dabei entfachte er die erste politische Social-Schlacht zwischen zweier Fangruppen auf Facebook, die sich mit verhärteten Fronten einen bemerkenswerten Kampf um die größte und treuste Fangemeinde-Theos lieferten. Die Ära der sozialen Demonstrationen und einer völlig neuen Möglichkeit sich politisch(-virtuell) zu engagieren hatte begonnen. Die Pro- und Contra-Whatever-Gruppen sprießen aus dem Boden und liefern sich über die sozialen Netzwerke erbitterte Wortgefechte, die sogar die Aufmerksamkeit der renommierten Medien erhaschen können. Weitere Auswirkungen blieben aus, man braucht nun einmal mehr als einen Klick und einen Kommentar um sich ernsthaft zu engagieren.

Das Farmer Update

Ende März 2011 wurde die SEO-Gemeinde aus dem Winterschlaf gerissen und alle blickten gespannt auf die englischsprachigen Websites. Hier hatte Google ein tiefreichendes Update des Algorithmus durchgeführt, wovon 11,8 % der via Google abgefragten SERPs betroffen waren. Das Farmer Update forderte viele Opfer verschiedenster Websites, weshalb sich die Experten sofort daran machten, die Vorgehensweise des erbarmungslosen Farmers nachzuvollziehen.
Das Farmer Update traf vorrangig Seiten mit qualitativ minderwertigem oder auch offensichtlich “überoptimierten” Content, Duplicate Content und schlechter Usability. Viele Kollegen vermuteten, dass sich hinter diesem Update mehr verbirgt, als eine Veränderung des Algorithmus. Man munkelte, dass auch manuell gesammelte Kriterien Einfluss auf die Neugestaltung nehmen könnten und alle warteten gespannt auf das Eintreffen des Farmers in Deutschland.

Zukunftsfaktoren: Social Media, Bounce Rate und Page Speed

Was wir aus dem Jahr 2011 lernen: Shares und Likes fließen als Rankingkriterium in die Suchergebnisse mit ein und der Schnellste hat die Nase vorn. Suchmaschinen bewerten demnach auch die soziale Vernetzung einer Webseite, was gute Rankings ohne Social Media Links zukünftig erschwert. Erfahrungswerte zeigen dabei eine Abstufung zwischen Facebook Likes und den wertvolleren Shares. Zwar wurde immer bemängelt, dass diese nofollow-Links keinerlei Einfluss auf die Rankings haben, diese Annahme ist dennoch nur bedingt richtig. Eine ausgewogene Kombination von Dofollow- und Nofollow-Links machen eine natürliche Linkstruktur aus, weshalb sich diese Links auch trotz rel=“nofollow“ mehr positiv, als negativ auf das Ranking auswirken. Folgende Grafik veranschaulicht außerdem, wie sich die Rankingkriterien generell zukünftig ändern könnten.

Erstaunlich einig sind sich die befragten SEOs, vorrangig auch bei den Themen Social Media und Usage Data. Vor allem der Ladegeschwindigkeit wird eine besondere Gewichtung unter den Rankingkriterien zugeschrieben. Nichts nervt Besucher und Google mehr, als eine lahme Seite, was mit der Absprungrate Hand in Hand geht. Niedrige Ladegeschwindigkeiten wirken sich doppelt negativ auf das Ranking aus.
Ob die eigene Seite flott genug ist und wie man eventuelle Handbremsen löst, kann z.B. mit Hilfe von Google Pagespeed ermittelt werden. Mehr erfährt man auch in diesem interessanten Artikel von Julian zu Page-Speed.

Bing betritt die Bühne

Microsofts Suchmaschine hatte sich lange dezent im Hintergrund gehalten. Vielleicht, um an seinem eigenen Algorithmen zu basteln und diesen gemäß der zukünftig erwarteten Trends zu justieren? Im Mai 2011 betritt Bing wieder die Bildfläche mit seiner personalisierten Suche featuring Facebook. Die Suchergebnisse sollen dadurch künftig noch enger mit dem sozialen Netzwerk verknüpft sein und Seiten, die den Facebook-Freunden gefallen prominenter listen. Da sich die Ergebnisse so (vermeintlich) näher am sozialen Leben der Nutzer orientieren, können die SERPs relevanter hierarchisiert werden. Bis dato gab es noch nichts Vergleichbares bei der härtesten Konkurrenz aus dem Silicon Valley, die zudem nur begrenzten Zugriff auf Facebook-Daten hat.

Der Fokus liegt bei der personalisierten Suche für Bing auf drei Hauptaspekten:

  • Trusted Friends: Seiten, die bereits von FB-Freunden per „Like“ oder „Share“ empfohlen wurden, werden als solche in den SERPs kenntlich gemacht und mit bis zu drei Profilfotos derjenigen ergänzt.
  • Collectiv IQ: Häufig geteilte und empfohlene Seiten werden in den SERPs prominenter gelistet. Es wird davon ausgegangen, dass eine Seite umso relevanter ist, desto mehr Personen diese für gut befunden haben. Stellt sich die Frage, ob dem wirklich so ist. Teilen Nutzer Seiten wirklich nur dann, wenn sie eine explizite Empfehlung aussprechen wollen? Man denke nur einmal an Folgendes: „Drücke auf „Gefällt mir“/ Teile diese Seite mit deinen Freunden und nimm am Gewinnspiel teil“ und schon ist die Empfehlung keine mehr. Suchergebnisse würden durch diese Art „Likes“ vollkommen verfälscht.
  • Enabling Conversation: Die SERPs können nun über Facebook diskutiert werden und man erfährt, ob Facebook-Freunde in der Stadt wohnen, in der man demnächst Urlaub machen möchte. Soweit so gut, aber interessiert das wirklich? Betrachte ich mein eigenes Nutzungsverhalten von Suchmaschinen, dann gebe ich einen Begriff ein, finde eine passende Ergebnisseite und das war’s schon. Ob ich meine Reisepläne öffentlich diskutieren oder Shoppinglisten im Internet preisgeben möchte bleibt spekulativ.

Suchmaschinen Marktanteile Deutschland 12/2012

Durch Emporia, so nennt sich die personalisierte Suche in Kooperation mit Facebook, hatte sich Bing einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Google erhofft. Konkurrieren kann Bing damit allerdings noch nicht ernsthaft, betrachtet man die aktuellen Verteilungen der Marktanteile auf webhits.de. Den zweiten Platz kann die Suchmaschine von Microsoft allerdings für sich behaupten.

Google – das Schlusslicht…

…aber nur für den ersten Teil des Jahresrückblicks, sozusagen dem Halbjahresrückblick 2011. Denn tatsächlich befindet sich Google 2011 auf einem sagenhaften Erfolgskurs und konnte im vergangenen Monat sensationelle 1 Milliarde Nutzer auf seinen Seiten zählen. Allerdings darf man sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen, denn Facebook sitzt dem kalifornischen Internetriesen mit 600 Millionen Besuchern im Nacken.
Wie sich der Kampf der Giganten zur Halbzeit 2011 gestaltet zeigt uns zum Abschluss eine tolle Infographik von allfacebook.com



Mehr dazu gibt es in Runde II des Jahresrückblicks.

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Google+ (Fan-)Seiten – connect with all the things you (don’t) care about

Bislang war Google+ exklusiv für Privatpersonen verfügbar, jetzt öffnet Googles soziales Netzwerk seine Pforten auch for Business. Obwohl diese Erweiterung der Sozialen Plattform aus Mountainview gespannt erwartet wurde, neu scheint auf den ersten Blick nichts. Wie bereits von Facebook her bekannt können Unternehmen und Marken jeglicher Art und Größe nun ein Google+ Profil erstellen und über dieses Informationen und Neuigkeiten mit der Community teilen. Ebenfalls wie gehabt, können veröffentlichte Inhalte aufgenommen, Neuigkeiten verfolgt und via +1 empfohlen werden.

Zwischenfazit: Unternehmensprofile auf einer weiteren sozialen Plattform. Punkt.
Google präsentiert sich dabei sowohl bei den Features, als auch bei der Namensgebung „Seiten“ oder „Pages“ wenig innovativ.

Dennoch sind zwei Aspekte nicht gänzlich abgekupfert und einer davon könnte Google+ gegenüber Facebook und Twitter doch noch einen entscheidenden Vorteil verschaffen: Hangouts und Direct Connect.

Hangout – face-to-face-to-face-to-face-to-face…

Wer schon immer wissen wollte, was der benachbarte Bäcker gerade so macht, der kann das live via Hangout mit anderen mitverfolgen. Fügt man Unternehmensseiten zu einem Circle hinzu, erhält man nicht nur neue Veröffentlichungen, sondern auch die Möglichkeit sich über ein Hangout mit dem Unternehmen per Videochat „face-to-face“ auszutauschen. Das gab es bei Facebook oder Twitter bisher nicht. Wir erinnern uns aber an die schöne Einleitung der Googleblogs „connect with all the things you care about“.
Es drängt sich also die Frage auf, ob dieses Feature überhaupt interessiert und Sinn macht. Denn entweder das Unternehmen ist nicht groß oder bekannt genug, um einen interessanten Hangout zu eröffnen, dann endet dieses Vorhaben in einer langweiligen Big-Brother-Onlineüberwachung eines einsamen Einzelhändlers. Oder es gibt einfach zu viele Follower, um eine vernünftige Kommunikation zustande kommen zu lassen.

Muppets hangout

Muppets hangout

Folgendes Beispiel verdeutlicht Problemfall 2:
The Muppets veranstalteten bereits den ersten Hanghout mit Ms. Piggy und Friends. Allerdings sprengten die knapp 23.000 ;-) Follower den Rahmen des privaten Videochats, so dass sich nun viele auf dem Unternehmensprofil darüber beklagten, nicht hineingelassen worden zu sein.

Wie ein Videochat mit einer 5-stelligen Teilnehmerzahl überhaupt ablaufen kann, sei dahingestellt. Aber alleine dieses Beispiel zeigt, wie undurchdacht das Google-Konzept bezüglich der Hangouts mit Unternehmen ist.

Direct Connect – Der potenzielle Facebook-Schreck

Einziges Feature für Goggle+ Unternehmensprofile, das möglicherweise ein Plus für das Google Netzwerk bedeuten könnte, ist die Auflistung der Profile über Googles Suchanfragen und speziell über Direct Connect. Einerseits werden die Google+ Profile der Unternehmen und Marken bei den Search Results mitangezeigt. Andererseits können diese gezielt via Google Suchanfrage per vorangestelltem „+“ gefunden und mit dem eigenen Google+ Profil direkt verbunden werden – eben Direct Connect. Aktuell soll diese vereinfachte Suche für eine begrenzte Zahl der Unternehmensprofile verfügbar sein, darunter +Toyota, +Google, +Pepsi, allerdings noch nicht für deutsche Googlenutzer. Für weitere Prognosen müssen wir uns also noch etwas gedulden.
Google spielt die Monopolstellung am Suchmaschinenmarkt hier doch noch geschickt aus und bindet die Google+ Profile ähnlich Google Places in die Suchergebnisse ein. Wenn diese prominent vor Facebook in den SERPs gelistet werden, liegt hier ein mögliches Ass im Google-Ärmel.

Dabei sein ist nicht alles

Sekündlich werden neue Unternehmensprofile angelegt. Pepsi, FC Barcelona, Toyota und H&M gehörten zu den Ersten.
Ein neues Profil macht aber nur Sinn, wenn damit Ziele verfolgt und erreicht werden können, wie Kommunikation mit der Zielgruppe. An Mitgliedern mangelt es Google+ mittlerweile zwar nicht mehr. Allerdings bedeutet ein neues Profil auf einer anderen Plattform mehr Arbeit und vor allem ein durchdachtes Social Media Konzept für alle bedienten Kanäle. Es macht wenig Sinn auf Facebook eine Meldung über einen neuen Blogbeitrag zu posten, diesen auch per Twitter zu verbreiten und über Google+ die gleiche Information wiederzukäuen. Nutzer werden von ständigen Wiederholungen gelangweilt und wenden sich ab. Jeder neu zu fütternde Account auf jegwelcher Plattform sollte deshalb etwas Innovatives innehaben, das einen Mehrwert für den Nutzer verspricht.

Time auf Google+

Time auf Google+

Ein gutes Beispiel für eine sinnvolle Nutzung des Google+ Profils liefert die TIME. Die Follower werden nicht mit wiederholtem Inhalt ennuyiert, sondern es wird ein virtueller Raum für den direkten Austausch mit der Leserschaft geschaffen.

Die Follower erhalten über Google+ einen Kanal, um Verbesserungsvorschläge, Kritik und Anregungen zu veröffentlichen und über veröffentlichte Themen diskutieren zu können. Die Idee an dieser Art der Kommunikation ist zwar nicht neu und erinnert an den guten alten Leserbrief und Verbraucherforen, subjektiv bewertet ist sie aber keine schlechte, um das Google+ Unternehmensprofil sinnvoll in ein Social Media Konzept zu integrieren.

Ob Google aus Zeitgründen mit diesem sonst mageren Versuch Unternehmensseiten zu involvieren an die Öffentlichkeit ging, sei dahin gestellt. Zumindest klingt der Schlusssatz des Google+ Pages Blogbeitrags latent nach Entschuldigung. Hier räumt Vic Gundotra ein: „we’ve still got lots of improvements planned, and miles to go before we sleep“.

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SEOkomm 2011 in Salzburg

Am 25.November 2011 wird in Salzburg nach dem großen Erfolg des letzen Jahres zum zweiten Mal die SEOkomm stattfinden.
Mit einem brillanten Programm erstrangiger Experten geht die österr. SEO-Konferenz
im Herbst diesen Jahres in die zweite vielversprechende Runde. Als brave Nachbarn werden uns diesen SEOKomm Österreich 2011absoluten Pflichttermin keinesfalls entgehen lassen :) .  Neben den interessanten Programmpunkten der Konferenz und des Seminarangebots, wird die Veranstaltung in den Abendstunden durch die Networkingparty „SEOkomm 2gether“ abgerundet, die in entspannter Atmosphäre neue Kontakte und Bekanntschaften ermöglichen wird.

Die SEOkomm hat sich mit spannenden Vorträgen renommierter Speaker und erstklassigen halb- und ganztags Seminaren der „SEOkomm Academy“ zu einer äußerst gefragten SEO-Veranstaltung entwickelt und wird auch diese Jahr wieder mit hochkarätigen Referenten, unter anderem dem Blackhat „Fantomaster“ Ralph Tegtmeier, linkresearchtools-Master Christoph C. Cemper, Karl Kratz, Saša Ebach und vielen mehr, glänzen können.

Die „SEOkomm Academy“ (http://www.seokomm.at/academy.html) darf sich unterdessen über ein erweitertes Angebotsspektrum freuen, das sich nun auch ganzjährig in interessanten Seminaren tiefgründig mit topaktuellen Themen bezüglich SEO und SEM beschäftigt.

Die Tickets für die Konferenz und die Seminare der SEOkomm 2011 gibt es auf SEOKomm.at
Mit dem Rabattcode GIPFEL11 werden nur noch bis 15. August bei der Buchung 50,- Euro auf den Preis des Konferenztickets gutgeschrieben.

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Starbucks vs. Passauer Kaffeekultur

Seit zwei Tagen liefern sich die Passauer Facebook-User einen absurden Kampf um eine Starbucks Filiale in der Dreiflüssestadt. Ausgelöst durch einen 22-Jährigen Jurastudenten,
der mal eben eine „Wir wollen einen Starbucks in Passau“-Gruppe gründete und damit ein skurriles Duell eröffnete. Binnen weniger Stunden erhielt seine Gruppe Unterstützung von Hunderten Personen, die seine Ansicht teilen. Prompt – wie soll es anders sein – wurde eine „Wir wollen KEINEN Starbucks in Passau“-Gruppe ins Leben gerufen, welche den Befürwortern nun mit harten Argumenten gegenübersteht.

Die Social Media Plattform scheint als Austragungsort verschiedenster Meinungsverschiedenheiten wirklich in Mode gekommen zu sein. Ob national oder regional, Diskussionen aller Art etablieren sich nun über eine Art kalten Krieg über Facebook-Gruppen. Die Gründung einer einzigen Gruppe in deren Namen man ein eindeutiges Statement abgibt reicht aus, um User zu einem Gegenangriff anzuregen.
Der Gründer der Pro-Starbucks-Gruppe beweist zudem noch Geschick das Feuer weiter anzufachen und verspricht:

Dass sich das Milliarden schwere Unternehmen von 1000 Likes nicht beeindrucken lässt, machte der Geschäftsführer von Starbucks Deutschland in einem vermeintlichen Telefonat deutlich: Es sollen erstmal 5000 Befürworter für diese Aktion gefunden werden und dann könne man einen konkreten Entwurf vorschlagen, welcher dann beraten würde. Um ein Unternehmen wie Starbucks, das bislang Standorte nach ihrer Frequentierung ausgewählt hat – darunter Flughäfen, Hauptbahnhöfe, Fußgängerzonen in Millionenstädten wie Berlin, Köln, München etc. – davon zu überzeugen nach Passau einzuziehen, bedarf es wohl mehr, als eine Facebook-Gruppe.

Der „Wir wollen – Wir wollen nicht!“-Trend der sich seit einiger Zeit auf Facebook in immer neu aufkeimenden Diskussionen über Themen, die die Welt nicht braucht etabliert, scheint anzuhalten. Nun werden auch regionale Themen in kleineren Rahmen (wir erinnern uns an die große zu Guttenberg-Farce) über die Plattform diskutiert. Diesmal vorne dabei sind die Passauer Studenten, die für eine Starbucks-Filiale in Uninähe plädieren, um so in den kurzen Pausen zwischen den Veranstaltungen einen Koffeinnachschub holen zu können. Sieht die Wahrheit doch eigentlich aber nicht anders aus:
Tall, grand oder Venti? Vollmilch, Magermilch, Sojamilch oder laktosefreie Milch? Zum hier Trinken oder Mitnehmen? Einige Minuten des kostbaren Studentenlebens gehen alleine durch das Starbucks-Interview beim Bestellen eines stinknormalen Cappuccinos zum Mitnehmen drauf.

Munter posten die Anhänger der Gruppe Vorschläge für den möglichen Standort der Filiale und Vorschläge für die Erweiterung der Starbucksproduktpalette. Die Gegenseite rüstet sich indessen mit einschlägigen Gegenargumenten, Passau verfüge doch bereits über einen gesättigtes Café-Angebot.
In der Tat hat insbesondere die Passauer Innenstadt, aber auch das PADU oder das Innsteg in der Nähe der Uni guten Kaffee zu erschwinglichen Preisen zu bieten, von den Cafeten und den Kaffeeautomaten ( welche natürlich nicht in der gleichen Qualitätsliga spielen) am Unigelände selbst, ganz zu schweigen. Vor allem der Aspekt „to Go“ wurde breit diskutiert und festigte sich als eines der Hauptargumente der Starbucks-Gruppe, dabei bietet jedes Café in Passau auch Getränke zum Mitnehmen an. Den Passauern und allen auswärtigen Kaffeeliebhabern legen wir übrigens gerne auch das brandneue Startup aus der Dreiflüssestadt Green Cup Movement ans Herz.

Es stellt sich die Frage, wozu diese redundante Diskussion also dienlich sein könnte. Virales Marketing von Starbucks über eine vermeintliche Facebook-Diskussion, die momentan in Mode gekommen zu sein schein, um Aufmerksamkeit zu generieren? Guerilla Marketing, das den Focus unauffällig und äußert effektiv mit dem nötigsten an Aufwand auf das Unternehmen lenkt? Verdächtig schnell wuchs die Anhängerzahl dieser Gruppe binnen weniger Stunden (während die Gegner mit nur knapp mehr als 400 Anhängern weit zurückliegen) und auch das Telefonat mit dem Starbucks Geschäftsführer Deutschlands, scheint doch etwas übertrieben für das Anliegen einer banalen Facebook-Gruppe. Hier scheint auch der Begriff Virusmarketing passend, zeigten jüngste Facebook-Diskussionen doch wie anfällig die Community gegenüber solch kleinen Provokationen ist und auch der aktuelle Fall belegt, welchen Effekt allein die Gründung einer solch profanen Facebook-Gruppe auf die Usergemüter haben kann.

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Google gibts Gas – Drei auf einen Streich

In mitten der Aufregung um das brandneue Netzwerk Google+ Project hat Google klammheimlich nebenbei auch an seinem Design und neuen Features gefeilt. So konnten wir in den letzten Tagen nicht nur kleine Veränderungen bezüglich des Google Layouts bei mobilen Endgeräten, sowie PCs feststellen, sondern dürfen uns nun auch über ein neues praktische Feature zum Konvertieren von Flashinhalten freuen. Denn jetzt gibt Google mächtig Gas.

Google mit neuem Design für PC, Android und iOs

Die Designänderungen sind laut Google Blog erst der Anfang eines ganzheitlichen neuen Anstrichs für alle Google Features. Zwar wurde das neue Layout noch nicht für alle Nutzer zur Verfügung gestellt, dies wird sich aber in naher Zukunft ändern.

So sieht die neue Startseite von Google nun aus:

Alle störenden Elemente beiseite geräumt und auf das Wesentliche – die Suche – konzentriert erscheint ein verkleinertes Logo über dem zentral positionierten Suchfeld. Auffallend am neuen Layout: die (ungewöhnlich) schwarze Navigationsleiste am oberen Fensterrand. Eine für Google eher untypische Farbwahl, leuchteten die Online-Angebote des Suchmaschinengiganten bisher stets in knalligen Farben auf schneeweißem Hintergrund. Für viele Nutzer ist die neue Navigationsleiste deshalb erstmal eine gewöhnungsbedürftige Neuerung im Google-Konzept. Viele bemängeln den starken Farbkontrast als Zusatzbelastung für längeres Arbeiten mit dem Computer. Subjektiv bewertet erscheint die neue Navigationsleiste allerdings als ein gelungener Umbruch im Google Design, das sich konsequent auch bei den anderen Features wie Google Places in schlichten Grautönen und seriöser Schrifttype bemerkbar macht.

Die Struktur der Places Seiten greift nun die klare Linienführung des gesamten Google Konzepts auf. Reduziert und sachlich, dennoch nicht bieder erhalten Nutzer wichtige Informationen über gesuchte Lokalitäten in einer übersichtlichen und ansprechenden Form. Auffallend viel weiße Fläche ordnet die verschiedenen Informationskategorien nutzerfreundlich und nachvollziehbar an. Als weiterer Kontrast zu Schwarz und Weiß leuchtet der Such-Button in frischem Blau und wird so als wichtigster Funktionsknopf der Seite farblich passend hervorgehoben.

Focus-Elasticity-Effortlessness

Die leichten Veränderungen in Farbgebung und Anordnung der Seitenelemente werden offenbar nur die Ersten in einer mehrmonatigen Testphase für Google’s neues Layout sein. Die drei Kernaspekte, die Google dabei umsetzen möchte sind: Focus, Elasticity und Effortlessness.

Der Focus soll dabei auf das Wesentliche gelenkt werden, während ablenkende Elemente wie zustätzliche Funktionsknöpfe oder Links in den Hintergrund rücken, um dem Nutzer eine kompakte und zielgerichtete Handhabung der Seite zu gewährleisten.

Elasticitiy bezieht sich dabei auf die Art, wie man (auch in Zukunft) Google Features nutzen möchte. Das Zeitalter in dem der Computer als Endgerät dominierte ist vorüber. Google möchte dies nutzen, um sein Layout nun dahingehend anzupassen, dass es flexibel aber grafisch einheitlich auf allen nur erdenklichen Endgeräten –PCs, Smart Phones, Tablets etc. – angezeigt werden kann.

Mit Google Mobile wurde die neue Ära für mobile Endgeräte bereits seit längerem eingeleitet. Nun kommen nach der ersten Testphase des neuen Layouts für Google Mobile auch Android und iOS-Nutzer in den Genuss des neuen einheitlichen Designs. Getreu der Kernideen des neuen Layouts soll vor allem die Nutzerfreundlichkeit unterstrichen und das einheitliche Design durchgestetzt werden. So setzt das neue Layout auf größere Icons für die einfachere Bedienung und ausgeblendete Buttons, soweit diese gerade nicht benötigt werden. Generell stellt Google die typische Nutzerfreundlichkeit –  für alle Geräte – als drittes Kernelement im Vordergrund. Mit Leichtigkeit, also mit Effortlessness, soll dabei ein simples Design höchste technische Standards verbinden und für den Nutzer damit optimal zugänglich gemacht werden. Typisch Google, eben.

Google Swiffy

Und weil Google in den letzten Tagen noch nicht genug Innovationen präsentiert hat, dürfen wir nun das neuste Google Feature namens Swiffy in Empfang nehmen. Dabei handelt es sich um ein äußerst nützliches Online-Tool, das ähnlich wie das Adobe Pendant „Wallaby“ Flash Dateien in HTML5 umwandelt und so auch für Endgeräte nutzbar macht, die dieses Format nicht unterstützen. Allerdings befindet sich Swiffy noch in der Anfangsphase, weshalb noch nicht alle Flashinhalte korrekt konvertiert werden, an den Verbesserungen werde jedoch in Hochtouren gearbeitet, gab Marcel Gordon in seinem Blogbeitrag zu dem neuen Tool bekannt.

Wir dürfen also weiter gespannt bleiben, was Google mit seiner momentanen Experimentierfreude zukünftig in petto haben wird.

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Google+ – Google wirft den Fehdehandschuh ins Social Web

Facebook Prinzip mit Google Eleganz – so könnte das neue Projekt des Suchmaschinenprimus beschrieben werden. Mit Google+ möchte Google nun endlich mit einem eigenen Netzwerk auf den Social-Network-Zug aufspringen, der schon ziemlich abgefahren schien.

Vordergründig Facebook verteidigt eine mächtige Monopolstellung unter den Social Networks und genießt dabei die Aufmerksamkeit von über 600 Millionen Nutzern weltweit. Das neue Google+ Project soll nun der Hoffnungsträger des Suchmaschinenriesen sein, um auch im Bereich der sozialen Netzwerke aufschließen zu können, da hier derzeit noch eine enorme Lücke im Google Sortiment klafft.

In der Nacht zum Mittwoch ging Google nun (endlich) mit einer Testversion des Google+ Projects online, die bislang lediglich einem begrenzten Kreis eingeladener Nutzer zugänglich gemacht wurde. Wer schon im Vorfeld an diesem Projekt teilhaben möchte kann sich über folgendes Formular um eine Einladung bewerben. Alle anderen können sich bis zum offiziellen Start des Google+ Projects über ein Demo und einem Video einen kurzen Überblick der Features verschaffen, die das Google Netzwerk bieten wird.

Auf den ersten Blick sehr ansprechend im gewohnten Google Stil präsentiert sich die Plattform mit klaren Linien und bunter Farbpalette. Subjektiv wirkt diese Oberfläche aufgeräumter und seriöser als die von Facebook. 1:0 für das Google-Design, eine Stärke, die Google hier klar ausgespielt hat. Der zweite Blick fällt auf die Funktionen, die den Nutzern geboten werden sollen. Folgende fünf Kernfeatures bilden das Netzwerk:

Google+ Circles

Freunde und Bekannte werden nach Lust und  Laune in verschiedene Circles – Freundeskreise – unterteilt und geordnet, an welche man gezielt Informationen adressieren kann. Das Gegenstück zu den Gruppen bei Facebook? Je höher die Mitglieder- und Freundesanzahl eines Nutzers, desto höher gestaltet sich dabei allerdings der organisatorische Aufwand, der durch das Ordnen der Gruppen auf die Nutzer zukommt. Ob Google hier gegen Facebook punkten kann, bleibt abzuwarten, denn vielen ist Facebooks Durchsichtigkeit für alle Freunde zwar bereits ein gewichtiger Minuspunkt, ob mehr Aufwand dagegen akzeptiert wird, ist unklar.

Google+ Hangouts

Sollte die Umsetzung dieser Funktion einwandfrei gelingen, geht dieses Feature als echter Konkurrent von Skype an den Start: es ermöglicht einen webbasierten Videochat, in dem bis zu 10 Nutzer der Circles gleichzeitig kommunizieren können. Das ist im Vergleich zu Facebook neu, generell aber nichts grundlegend innovatives – schade.

Google+ Sparks

Wie auch bei Facebook ist es möglich seine Interessen und Hobbies anzugeben. Hierzu können dementsprechend Sparks getagged werden. Des Weiteren setzen Nutzer über diese Funktion Statusmeldungen ab und können Meldungen anderer Nutzer oder Websites über Google+1, das Google-Pendant des „Gefällt mir“-Buttons, bewerten.

Google+ Huddle

Das textbasierte Gegenstück zum Videochat Hangouts ist der Gruppen-SMS-Dienst Huddle. Hier können alle Mitglieder eines Circles per Chatfunktion kontaktiert werden – bei Facebook funktioniert das übrigens ähnlich für die Mitglieder einer konkreten Gruppe. Wie dies für unterschiedliche Circle-Mitglieder zwischen verschiedenen Nutzern funktionieren soll, erklärt Google in seinem Demo allerdings noch nicht.

Google+ Sofort Upload

Schon während man das Foto schießt, wird es hochgeladen – blitzschnell und unbearbeitet. Ist das praktisch? Diese Funktion klingt leider nicht so funktional, wie sich das Google gerne vorstellt. Die Idee, Fotos von mobilen Geräten direkt ins Netz zu laden ist eben wirklich nicht mehr neu. Die Innovation diese nun in absoluter Echtzeit hochzuladen und den Schritt des Selektierens auszulassen erscheint darüber hinaus auch nicht ganz durchdacht. Viele ziehen den Aufwand Bilder vor dem Veröffentlichen auszusortieren, der Gefahr von unpassenden Bildern im Netz vor.

Fazit: Suchmaschinenriese gegen Social-Media-Gigant – David gegen Goliath?

Ein Blick auf das Google+ Project macht zwar deutlich, dass Google nun endlich am Facebook-Thron rütteln und dem Netzwerk Nutzer streitig machen möchte. Dennoch bleibt abzuwarten, inwiefern sich Facebook-User abwerben lassen, da soweit an der Google Umsetzung generell nichts bahnbrechend Neues erkennbar ist. Es fehlt an dem gewissen Etwas, dass das Google Netzwerk von bereits Existierenden abhebt und unabdingbar macht. Möchte Google an die Facebook-Krone, muss da noch mehr kommen als verbesserte Funktionalität mittels Drag-and-Drop-Prinzip, mehr Privatsphäre durch Circles und einem schönen Design.

Google+ ist im Vergleich zu seinem Vorgängerversuch Buzz im Gesamteindruck durchdachter. Technik und Funktionalität sind aber im Kampf gegen Facebook leider noch nicht einmal die halbe Miete. Die Akzeptanz der Nutzer ist ausschlaggebend und die hat Facebook bislang unangefochten – und im wahrsten Sinne – auf seiner Seite. Bis zum offiziellen Start des Netzwerks bleiben uns aber lediglich die demobasierten Spekulationen und Prognosen für die Zukunft des Suchmaschinenriesen auf dem Gebiet der sozialen Netzwerke. Vielleicht erleben wir noch eine Überraschung mit einem unerwartet revolutionären Feature, das Facebook die Monopolstellung streitig macht. Klar ist aber, dass dies die letzte Chance für Google sein wird, sich einen Platz zu sichern, bevor es den sozialen Anschluss endgültig verpasst hat.

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High Quality Web Sites – Der neue Google Ranking Faktor

Mit dem Panda Update hatte Google in den letzten Wochen mal wieder für einiges an Gesprächsstoff gesorgt und viele SEO Agenturen dazu bewegt, ihre Gedanken zu dem Thema zu veröffentlichen. Den (schon ein paar Tage alten und irgendwie durchgerutschten) Panda Artikel der SEO Agency SEOgadget aus London fand ich dabei besonders gelungen und möchte euch diesen deshalb nicht vorenthalten: Weiterlesen

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